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Zytogenetische Diagnostik
Die Zytogenetische
Diagnostik basiert auf mikroskopischen Untersuchungen
der Chromosomen (siehe auch Einführung
in die Medizinische Genetik). Diese Träger
des weitaus größten Teils der genetischen
Information sind kompaktierte, mit Eiweißen assoziierte
DNA-Moleküle. Sie werden nur in bestimmten Zellzyklen
für das Auge unter dem Lichtmikroskop als chromosomale
Strukturen sichtbar.

Chromosomen
im Zellkern: Markierung zweier spezifischer Regionen.
Chromosomale Veränderungen
können im ungünstigsten Fall zu Fehlbildungen,
körperlichen oder geistigen Behinderungen, Fehlgeburtsneigung
und/oder Unfruchtbarkeit führen. Das bekannteste
Beispiel ist die Trisomie 21, das Vorhandensein von
drei Chromosomen Nr. 21 anstatt zwei, die zu dem Down-Syndrom
führt. Daneben existieren zahlreiche chromosomale
Normvarianten ("Polymorphismen"), die für
den Träger keine Bedeutung haben. Entscheidend
bei allen chromosomalen Auffälligkeiten ("Aberrationen")
ist, ob der Träger überzähliges oder
fehlendes genetisches Material besitzt (unbalanzierte
Störung) oder nicht (balanzierte Störung).
Außerdem spielt es eine große Rolle, ob
mögliche chromosomale Bruchpunkte die Funktion
eines kritischen Gens beeinträchtigen.
Auch die zytogenetische
Diagnostik sollte stets in Verbindung mit dem Angebot
einer genetischen Beratung
stattfinden. Bei Auffälligkeiten der Chromosomen,
etwa bei einem ungeborenen Kind, sollte in jedem Fall
ein genetisch erfahrener Arzt (Facharzt für Humangenetik
oder Arzt mit Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik)
konsultiert werden.
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