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Genetische Beratung
Die
genetische Beratung dient als Hilfe zur Entscheidungsfindung
bei Fragestellungen, die Erbkrankheiten im weitesten
Sinne oder Probleme des Erbguts betreffen. Es werden
dabei die genetischen Grundlagen der Erkrankung sowie
die Risiken des wiederholten Auftretens einer Erkrankung
besprochen. Außerdem wird auf diagnostische Möglichkeiten
auf ausführliche Weise und patientenorientiert
eingegangen. Die genetische Beratung hilft den Ratsuchenden,
von Wissen gestützte Entscheidungen zu treffen,
die mit ihren Vorstellungen von Familienplanung und
ihren ethischen und religiösen Normen in Einklang
stehen.

Menschlicher
Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche
Zu
jeder genetischen Beratung gehört eine abschließende
humangenetische Begutachtung in schriftlicher Form.
Der einzelne Fall wird gemäß dem aktuellen
Kenntnisstand der Forschung besprochen und bewertet;
und eine Empfehlung wird formuliert. Die genetische
Beratung sollte dabei immer den Wunsch der Ratsuchenden
respektieren.
Eine umfassende und dem aktuellen
Kenntnisstand angepasste genetische
Beratung erhalten Ratsuchende bei einem
Facharzt für Humangenetik oder
einem Arzt mit der Zusatzbezeichnung
Medizinische Genetik.
Häufige Themen
in der genetischen Sprechstunde sind z.B.
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Erbkrankheiten
in der Familie
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Neigung zu Fehlgeburten
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Unfruchtbarkeit
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Ehe zwischen Verwandten
(z.B. Cousin/Cousine)
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Möglichkeiten
der vorgeburtlichen Diagnostik
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mögliche
fruchtschädigende Wirkungen durch Medikamente,
Infektionen, radioaktive Strahlung etc.
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Auffälligkeit
bei der vorgeburtlichen Diagnostik (z.B. chromosomale
Auffälligkeiten nach der Fruchtwasseranalyse;
Auffälligkeiten bei der vorgeburtlichen Ultraschalluntersuchung,
auffälliger Tripeltest etc.)
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Diagnosefindung
bei unklaren Erbkrankheiten
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besondere Empfindlichkeiten
gegenüber Medikamenten (Pharmakogenetik)
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Diagnosefindung
bei Fehlbildungen/Entwicklungsstörungen/geistiger
Behinderung
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familiäre
Schwerhörigkeit
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mütterliches
bzw. väterliches Alter als Risikofaktor bei Schwangerschaften
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familiäre
Krebserkrankungen
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familiäres
Vorkommen von Thrombosen/Lungenembolien oder der koronaren
Herzkrankheit, oder anderer multifaktorieller Erkrankungen
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